Hear different! Und wie es dazu kam.

Mit dem FOHRUM haben wir eine Plattform für alle Menschen ins Leben gerufen, die wie wir akustisch herausgefordert sind. Wir tauschen uns mit Gleichgesinnten aus, unterstützen uns bei Fragen rund um das Thema Hörbehinderung. Hier dürfen wir auch mal Dampf ablassen, wenn wir frustriert, genervt oder traurig sind. Wir lachen zusammen und verdrücken auch mal eine Träne. Und erzählen uns den Witz des Tages (selbst wenn er schlecht ist). Zusammen sind wir stark!

Antoinette v. Werdt

Antoinette bewegt sich graziös wie eine Tänzerin durch die täglichen akustischen Herausforderungen.

„Ich bin von Geburt an hörbehindert und trage 2 CI. Ich habe 3 Kinder, die sich noch in der Ausbildung befinden.
Ich bin selbständige Ergo- und Neurofeedbacktherapeutin und arbeite in zwei verschiedenen Praxen in Bern und Murten. Vor 25 Jahren habe ich mit anderen jungen Hörbehinderten Jugehörig  gegründet und war jahrelang im Vorstand der IGGH (bis 2016).

Nach einer 8-jährigen Pause möchte ich mich wieder vermehrt ehrenamtlich für Hörbehinderte engagieren.
In meiner Freizeit arbeite ich gerne im Garten oder bewege mich draussen in der Natur und auf dem Wasser, sei es zu Fuss, mit dem Velo, Segeln, Skifahren … ich lese auch gerne.“

Christoph Künzler

Christoph steht wie kein Zweiter für Diplomatie und Konsens und ist gefühlt so lange in der Schwerhörigen-Szene dabei wie Grandalf.

„Ich bin seit Kindheit hochgradig hörbehindert. Ich trage je ein CI und ein Power-Hörgerät.
Ich bin verheiratet mit hörbehinderter Ehepartnerin, zwei guthörende Söhne.
Beruflich bis zur Pensionierung als Architekt FH tätig.

Dank den diversen ehrenamtlichen Tätigkeiten im Pro Audito Bern (jetzt seit 2002 als Präsident) , Pro Audito Schweiz und IGGH durfte ich verschiedene interessante Tätigkeitsbereiche kennenlernen. Dies verhalf mir zu Selbstvertrauen und Selbstsicherheit.

In der Freizeit bin ich nebst dem Amt als Präsident regelmässig auf Wanderungen und beim Sportrudern, ab und zu auf Velotouren.

Eva Hofstetter

Eva ist ein alter Hase auf dem Hä-wie-bitte?!-Schlachtfeld, aber noch ein Baby in der Hörbehinderten-Szene.

„Mein Leben teilt sich in zwei Bereiche: einen vorher und einen danach.
Vorher war ich guthörend, dann kam die Meningitis wie der Hammer von Thor. Ich wachte aus dem Koma auf und war taub. Sweet Seventeen stelle ich mir anders vor. Aber hey, ich habe zwar Gehör und Gleichgewichtssinn verloren, aber auch etwas dazu gewonnen: einen treuen Tinnitus, der NIE die Klappe hält.

Mit meinen 2 CI wurstle ich mich durchs Leben, was mir mal besser, mal schlechter gelingt.
Beruflich mache ich Graphic Design, Copywriting und Online Marketing.

Ich bin ständig daran, Haus, Hof und Garten umzugestalten. Katzen, gute Filme und Nougat-Schoggi machen mich glücklich.„

Martin Urech

Martin ist jung und braucht das Gehör. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Darum ist er hier.

„Seit 2013 schwerhörig, davor normalhörend.
Ich arbeite als Kartograf beim Bundesamt für Landestopografie swisstopo. Vor der Schwerhörigkeit war ich zusätzlich nebenberuflich Fachlehrer und in verschiedenen Vereinen im Vorstand tätig.

Innerhalb von 11 Jahren verschlechterte sich mein Gehör kontinuierlich. Ab 2024 bin ich CI-Träger.
Die Hörgeräte stellte ich früh selbst ein und war ca. 7 Jahre lang Testperson bei Bernafon. Ich habe 2 Kinder, die beide noch in der Ausbildung sind.

Ich geniesse die Natur beim Schwimmen, Wandern, Snowboarden… Fotografiere gerne, schaue herausfordernde Serien und höre gerne Podcast und Hörbücher.“